Montag, 25. August 2008

Steiners Tapedeck Story Teil 1

Das braune Tonbandgerät meiner Eltern und ihre fünf ORWO-Tonbänder waren für mich offiziell tabu. Zu besonderen Anlässen schlossen sie das Gerät an den Kopfhörerausgang ihres sowjetischen Junost-s/w-Fernsehers an. Ein ABBA-Konzert und die OTTO-Show waren ihre heiligsten Aufnahmen. Ich brach das Tabu regelmäßig in den Ferien, wenn mir die Keller, Dächer und Hinterhöfe Prenzlauer Bergs zu langweilig wurden. Das Entstauben des Gerätes mit dem nackten Arm wurde zum kleinen Ritual. Wenn ich mir die riesigen schwarzen Russen-Kopfhörer mit dem gekräuseltem Kabel und den dicken Lautstärkereglern aufsetzte, fühlte ich mich wie die Airwolf-Piloten Hawke und Santini.

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zum Mitschnitt der im Bandsalat verlorenen Tonbandminuten hier

1 Kommentar:

Benson hat gesagt…

Ich erinnere mich auch noch gut an das Tonbandgerät meines Vaters. Zusammen mit den zahllosen Rockpalast Tonbandmitschnitten ein Heiligtum. Amüsant, wie mein Dad Buch geführt hat und die Künstler/Songs in Lautschrift notiert hat. Die Sprache des "Klassenfeindes" wurde halt damals noch nicht unterrichtet...jaja, back in the days

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