Sonntag, 28. September 2008

Was ist bloß mit myspace los?

Ein neuer Player. Keine Download-Möglichkeit mehr. Alles irgendwie anders. Was ist da los? Gute Frage! Hier die Antwort: Myspace will es seit letzten Donnerstag wissen. Konkreter: Myspace will ab sofort sämtliche Bereiche der Musikvermarktung besetzen und itunes ernste Konkurrenz machen.

In Europa ist die neue Seite in ihrer zukünftigen Form noch gar nicht in Betrieb. In den USA muss man jetzt schon für Downloads Geld bezahlen.
Myspace hat Verträge mit den Marktführern der Musikindustrie EMI, Sony, Universal und Warner.
Den Verkauf organisiert Amazon. Der Zusammenschluss von 1200 Independent Labels Merlin hat sich mit myspace jedoch nicht einigen können.
In Zukunft sollen auch Klingeltöne, Konzertkarten und Merchandise-Produkte über myspace verkauft werden. Genauso wie seit kurzer Zeit bereits bei vielgesehenen youtube-Videos, soll in Zukunft auch in den hochgelandenen Songs Werbung geschaltet werden.

Künstler ohne Plattenvertrag, also die, die Web-Community erst groß und erfolgreich gemacht haben, gehen vorerst leer aus. Es werde aber langfristig an einer Lösung gearbeitet, heisst es in der Firmenzentrale. Ob das gut und sinnvoll für Musiker der zweiten bis letzten Liga ist, möchte ich bezweifeln.

Myspace gehört seit 2005 zum Medienimperium von Ruppert Murchoch. Das bedeutet, sämtliche Independent Bands der Welt sammeln sich unter demselben Dach wie etwa der rechtskonservative US-Fernsehsender FOX-News, Sky, Jamba oder Premiere.

Letztes Jahr im März gab es bei myspace eine kleine Abmahn- und Profillösch-Welle. So wurde zum Beispiel das Profil der kanadischen schwullesbischen Band Kids on TV ohne Vorankündigung und Begründung einfach gelöscht.

Während myspace immer massiver wächst, stellt das Musik- und Video-Portal uber.com am Montag seinen Betrieb ein. Damit verschwinden dann dort meine ganzen Videos und Lieder.

Kommentare:

Dexter hat gesagt…

"Myspace gehört seit 2005 zum Medienimperium von Ruppert Murchoch. Das bedeutet, sämtliche Independent Bands der Welt sammeln sich unter demselben Dach wie etwa der rechtskonservative US-Fernsehsender FOX-News, Sky, Jamba oder Premiere."

na und? es lebe der kapitalismus.
scheiss doch was auf myspace. und is doch auch scheissegal wenn die profile löschen..ich mein, denen gehört ihre firma, und wenn die kein bock auf dies oder jenes hat, isses ihr bier...das nennt man freie marktwirtschaft. niemand wird gezwungen bei myspace mitzumachen...aber alle tun es. aber dann beschweren...

Jenz Steiner hat gesagt…

gibt ja auch virb und bis heute uber und x andere seiten, auch unabhängige wie berliner strassen oder so.

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